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Health Information Systems

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bvitg Whitepaper: Referenzterminologien in Medizin und Pflege

  • Die Mitgliedsunternehmen des bvitg e.V. gehören in Deutschland zu den Marktführern im Bereich Terminologien. Experten aus diesem Kreis haben nun gemeinschaftlich ein Whitepaper zum Status Quo von „Referenzterminologien in Medizin und Pflege“ erstellt – inklusive Schlussfolgerungen und weiterführenden Handlungsempfehlungen. Zur Arbeitsgruppe gehörte auch 3M Mitarbeiter Dr. Octavian Weiser mit dem Spezialgebiet Datenbasierte Kodierung (im Zusammenhang mit der Software 3M™ 360 Encompass™).

    Interview

    3M Mitarbeiter Dr. Octavian Weiser: Spezialgebiet Datenbasierte KodierungHerr Dr. Weiser, worum geht es in dem Whitepaper und warum wurde es zum jetzigen Zeitpunkt verfasst?
    „Bislang gibt es im deutschen Sprachraum leider keine allgemein verfügbare Referenzterminologie, die mit der englischsprachigen SNOMED CT vergleichbar wäre. Eine solche jedoch ist unabdingbar, um semantische Interoperabilität der verschiedenen Gesundheits-IT Anwendungen untereinander herzustellen. Das bvitg Whitepaper zeigt die Notwendigkeit und zahlreiche Anwendungsfälle für Referenzterminologien in Medizin und Pflege. Es betont: Die Terminologien sind ein Kernthema für die aktuelle Digitalisierung in Deutschland.”

    Wem nutzen Referenzterminologien?
    „In erster Linie profitieren die Patienten – und zwar durch eine Verbesserung der Versorgungsqualität, die sich durch die Möglichkeiten des interoperablen Datenaustausches zwischen Gesundheitseinrichtungen ergibt. Den Nutzern wird dabei eine einheitliche Sicht auf medizinische Dokumente in standardisierter Sprache ermöglicht. Wenn vorhandene Patienteninformationen umfassend in allgemein verfügbaren Kodes erfasst werden, reduziert das außerdem Kosten, die durch eine redundante Diagnostik entstehen, und erhöht gleichzeitig die Transparenz der therapeutischen Maßnahmen.”

    Welches konkrete Interesse haben Software-Hersteller wie 3M an einer frei verfügbaren Referenzterminologie?
    „Ein öffentliches Data Dictionary würde die Schnittstellenentwicklung zwischen Applikationen verschiedener Gesundheits-IT Hersteller und 3M™ Health Information Systems deutlich vereinfachen. Die kostenfreie Nutzung könnte die Interoperabilität zwischen etablierten Anwendungen und neuen, spannenden Lösungen vorantreiben, wie sie zum Beispiel von kleineren StartUps entwickelt werden. Und natürlich wäre es wünschenswert, intersektorale Projekte zu realisieren, also eine Kommunikation zwischen verschiedenen Organisationsgruppen zu ermöglichen – Klinik, niedergelassene Ärzte, Apotheken, Reha, usw.”

    Mit welchem Erfahrungshorizont konnten Sie sich beim Thema „Referenzterminologie“ einbringen?
    „In den USA stellt das Unternehmen 3M eine eigene Referenzterminologie zur Verfügung – das „Health Data Dictionary“. Seit den 1990er Jahren sammeln wir dort Erfahrungen auf diesem Gebiet. Über 40 Experten sind damit beschäftigt, „Local Dictionaries“ (krankenhaus-spezifisches Vokabular in Applikationen) in einer Referenzterminologie abzubilden. Darin enthalten sind sowohl klinische Terminologien und Klassifikationen (ICD, PCS) als auch Labor- (LOINC) und pharmakologische Terminologien (ATC oder Rx Norm) sowie SNOMED CT.

    Die Kernkompetenz des deutschen 3M Teams rund um die Datenbasierte Kodierung des 360 Encompass Systems ist bislang die Übersetzung von „Freitext“ in ICD und OPS Kodes über „Natural Language Processing“ (NLP). Mit Hilfe einer Referenzterminologie jedoch, ließen sich aber auch medizinische Fakten in Kodes überführen, die fein-granularer als die ICD- und OPS-Konzepte sind: Sämtliche Fallinformationen könnten dann in spezifischen Kodes zur Verwendung in beliebigen Software-Anwendungen vorliegen – das wäre ein Digitalisierungs-Quantensprung!”

    Whitepaper im Detail

    Lesen Sie hier das bvitg Whitepaper zu Referenzterminologien in Medizin und Pflege!

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